...bis auf weiteres keine freien Therapieplätze

Therapie

Mein Schwerpunkt liegt neben den bereits genannten Störungsbildern in der Begleitung vom Traumafolgestörungen hierbei ist die Beziehung zum Therapeuten besonders wichtig, um bei einer bestehenden tragfähigen Beziehung ein behutsames Vorgehen zu ermöglichen.  Bei den Traumaarten ist zwischen dem Schock- und Entwicklungstrauma zu unterscheiden.

Bei einem Entwicklungstrauma - das leider noch zu wenig Beachtung in der Therapie findet - gehören zu den häufigsten Traumafolgestörungen emotionale Flashbacks, toxische Scham, Selbstaufgabe, soziale Ängste und andere belastende Symptome (Pete Walker).

Hierbei ist die Seelische Struktur ein Oberbegriff für wichtige Grundfunktionen unserer „Psyche“. Letztere werden schon in den ersten Lebensjahren nachhaltig angelegt. Wenn man von „seelischer Struktur“ spricht, meint man damit die Art und Weise,

  • wie wir uns selbst und andere wahrnehmen,
  • wie wir auf gefühlsmäßiger Ebene mit uns selbst und anderen kommunizieren bzw. umgehen,
  • wie wir unsere Impulse, Gefühle und unseren Selbstwert selbst „regulieren“ bzw. wie wir unsere Beziehungen zu anderen gestalten,
  • wie gut unsere Bindungsfähigkeit ist (ob wir uns z.B. an andere binden und von diesen ggf. auch wieder lösen können, ob wir gute Modelle von Beziehungen verinnerlicht haben und diese zur Selbststeuerung nutzen können).

Bei Angsterkrankungen, Depressionen und Impulskontrollstörungen (wie etwa Essstörungen) sind diese Strukturen oft unzureichend ausgebildet.

 

Das neuroaffektive Beziehungsmodell NARM™  ist ein ressourcenorientierter, nichtregressiver psychotherapeutischer Ansatz, der auf das Nervensystem und die Beziehungsebene im Menschen ausgerichtet ist. Das besondere an der Methode ist, dass sich der therapeutische Prozess an der achtsamen Beobachtung von körperlichen Phänomenen im Klienten orientiert. Dabei werden das Nervensystem und seine Regulationsfähigkeit sowie zugängliche Ressourcen genutzt, um im Klienten eine dauerhafte Stärkung zu erzielen.

Ein Fokus von NARM™ liegt auf den fünf biologischen Grundbedürfnissen jedes Menschen:
Kontakt * Bedürfnis-Einstimmung * Vertrauen * Autonomie und Liebe/Sexualität.

Werden diese Bedürfnisse in der kindlichen Entwicklung nicht ausreichend genährt, leiden Selbstregulierung, Identität und Selbstachtung. In dem Maß, in dem die Fähigkeit zur Befriedigung der Grundbedürfnisse nicht reifen kann, entwickeln wir statt einer erfüllenden Lebensweise Überlebensstrategien, die unsere Erfahrungen in der Gegenwart verzerren und Fragmentierung und Entfremdung bewirken.

Die fünf Kernressourcen können mithilfe von NARM™ nachreifen, sodass sich nicht länger das Gefühl einstellt, Opfer der eigenen Geschichte zu sein.

 

 

Literaturempfehlungen in Bezug auf Traumafolgestörungen und Entwicklungstrauma: 

  • Vom Trauma befreien - Wie Sie seelische und körperliche Blockaden lösen (Peter A. Levine)

  • Sprache ohne Worte (Peter A. Levine)
  • Auch alte Wunden können heilen (Dami Charf)
  • Traumaheilung - alles über Trauma: Information, Fortbildung, Therapie (Dami Charf)
  • Posttraumatische Belastungsstörung - Vom Überleben zu neuem Leben (Pete Walker)
  • Das Tao der Gefühle (Pete Walker)
  • Befreiung von Schuld und Scham: Alte Überlebensstrategien auflösen und Lebenskraft gewinnen. Das Neuroaffektive Beziehungsmodell – NARM™ (Laurence Heller, Angelika Doerne)